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Matts Leiderstam, Grand Tour
Eröffnung 25. September um 15 Uhr (im Rahmen des Ausstellungsparcours steirischer herbst 2010)
Dauer 26. September – 19. November 2010

(Courtesy Magasin 3 Stockholm Konsthall)
In einer Gemäldegalerie kommt man selten auf die Idee, dass alles auch ganz anders hängen könnte. Das Museum und andere an der Konstruktion von Kunstgeschichte beteiligte Institutionen sind an dieser Relativierung ihrer Arbeit kaum interessiert. Der Konsens darüber, was Meisterschaft sei und warum, wird vornehmlich durch eine sich objektiv gebende Rhetorik hergestellt, die der Bedeutung von Fehlern, Missverständnissen und individuellem Begehren keine Sichtbarkeit gibt. Die Arbeit des schwedischen Künstlers Matts Leiderstam aber lebt davon, in dieser kanonischen Ordnung permanent produktive Verwirrung zu stiften. Seine Methoden sind dem Instrumentarium des Kunsthistorikers entliehen: Bilder neu hängen, Gemälde kopieren, die Provenienz eines Kunstwerks sichtbar machen, die Restaurationsgeschichte eines Bildes untersuchen oder Ausschnitte aus Bildern vergrößern und isoliert präsentieren ... Gemäldegalerien, Kataloge und Bibliotheken liefern das Ausgangsmaterial seiner Arbeit, mit der er die Aufmerksamkeit der Betrachterinnen und Betrachter auf die verdrängten sexuellen, persönlichen und machtpolitischen Subtexte von Kunstwerken lenkt.
Homepage Matts Leiderstam Koproduktion steirischer herbst & Grazer Kunstverein Kurator: Søren Grammel
english Matts Leiderstam
Opening September 25 at 3 pm
(under the programme of steirischer herbst 2010)
Duration September 26 – November 19, 2010
In a picture gallery it rarely occurs to you that everything could equally be hung quite differently. The museum and other institutions involved in constructing art history are hardly interested in this relativisation of their work. The consensus as to what is mastery and why is created chiefly by an ostensibly objective rhetoric that does not allow mistakes, misunderstandings and individual wishes to become visible. The work of Swedish artist Matts Leiderstam, however, thrives on creating constant productive confusion in this canonical order. His methods are borrowed from the tools of the art historian: rehanging pictures, copying pictures, visualising the provenance of an art work, examining the history of a picture’s restoration, or enlarging and presenting isolated details of pictures… Picture galleries, catalogues and libraries provide the source material for his work, with which he draws the viewers’ attention to the repressed sexual, personal and power-political subtexts of art works.
Homepage Matts Leiderstam Co-production steirischer herbst 2010 Curator: Søren Grammel
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