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Der Grazer Kunstverein zieht in den Klimanotstand
Markus Jeschaunig und Breathe Earth Collective
Frühling 2021
Diskussion im Klima-Kultur-Pavillon, Freiheitsplatz
(Innere Stadt)




Im Laufe des Jahres 2020 führt der Grazer Kunstverein in Zusammenarbeit mit Sautter ZT (Advanced Energy Consulting) eine Energieprüfung durch, um festzustellen, wie viel Energie kleine bis mittlere Kunstinstitutionen produzieren und verbrauchen. Die Anzahl der Flüge und die Menge an Wärme und Licht der 500m2 Ausstellungsfläche, die unser Programm jährlich benötigen, gibt Einblick in den CO2-Fußabdruck. Dies ermöglicht es, institutionelle Verantwortung zu übernehmen und die zukünftigen Programme effizienter zu planen.

Markus Jeschaunig und das Breathe Earth Collective veranstalten eine Podiumsdiskussion im Klima-Kultur-Pavillon, in der wir die Ergebnisse der Energieprüfung vorstellen. Es werden Schritte hin zu einem ökologischen Bewusstsein, Lösungen zur Abfallreduktion und eine zukunftsorientierte und nachhaltige Arbeitsweise für Kulturinstitutionen diskutiert.

Markus Jeschaunig ist ein in Graz lebender Künstler. Seine Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Umwelt. Er interessiert sich für Bereiche wie Ökologie, Landschaft und Städtebau. Seine Arbeiten wurden in der Kunsthalle Graz, im MAK Wien und der RMIT Gallery in Melbourne gezeigt und er war Teil des Design Teams des österreichischen Pavillons auf der EXPO 2015 in Mailand. Jeschaunig ist Mitbegründer des transdisziplinären Think-Tank ‘Breathe Earth Collective’.

Das Breathe Earth Collective entwirft Architekturen, die durch Technik die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt nachhaltiger gestalten: vom Wald, dessen Frischluftproduktion durch technische Einbauten verstärkt wird, bis hin zu urbanen Luftmaschinen, werden prototypisch neue Herangehensweisen aufgezeigt, die im Spannungsfeld von Städtebau und Klimawandel Lösungsansätze für die Herausforderungen wie Luftverschmutzung und Überhitzung in den Städten skizzieren. Das transdisziplinäre Team arbeitet an der Grenze von Architektur, Kunst und Urbanismus in nicht hierarchischen Netzwerken, um für komplexe Herausforderungen als „Do and Think Tank“ neue Lösungen zu entwickeln. Luft und Klima als Ressource, sowie das Experimentieren und Entwerfen von Ökosystemen, die Pflanzen, und Architektur integral einbinden stehen im Zentrum der Arbeiten von Breathe Earth Collective. Das Breathe Earth Collective wurde gegründet. Neben der Tätigkeit im Breathe Earth Collective arbeiten alle Teammitglieder auch individuell an Projekten in verschiedenen Bereichen und Maßstäben. Die unterschiedlichen Zugänge und Talente jedes Einzelnen ist Grundlage für die innovative Arbeit der Gruppe. Im Juni 2019 wurde vom Collective ein Verein zur Förderung von Klima-Kultur gegründet.