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The Researcher-in-Residence wird das 30 Jahre umspannende Archiv des Grazer Kunstvereins mit dem Ziel erkunden, es auf neue, unerwartete, ausstellungsbasierte, akademische, netzwerkorientierte oder performative Weise zu entwickeln. Die erste Researcher-in-Residence im Grazer Kunstverein ist Anousheh Kehar.

Anousheh Kehar steht kurz davor, ihren Master of Architecture an der University of Houston abzuschließen, und ist derzeit Teilnehmerin eines gemeinsamen Studienprogramms am Institut für Zeitgenössische Kunst (IZK) der TU Graz. Sie will in ihrer Arbeit natürliche und gebaute Umgebungen mit komplexen Konstrukten sozio-wirtschaftlicher, sozio-politischer und legaler Rahmen konfrontieren. Ihr aktuelles Master-Projekt thematisiert die Aktivierung der spezifischen Landschaft und das konstruierte Wissen von und über Omarska – Omarska ist der Ort eines Konzentrationslagers in Nord-Bosnien und Herzegowina 1992 –, um so Vorstellungen von Erinnerung neu zu überdenken.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2017 wird die erste Reseacher-in-Residence des Grazer Kunstvereins Anousheh Kehar einen Text entwickeln, der Fischers Rückzug weg vom politischen Leben in die Kultur erkundet. Darauf folgt als Teil des Sommerprogramms eine Konferenz mit Vortragenden wie Marina Fischer-Kowalski, Eugen Gross, Ludwig Hartinger und Karl Wimmler, die demonstrieren, wie Aspekte des bedeutenden Erbes Fischers auch heute noch inspirierend wirken.