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Frühling im Grazer Kunstverein

Tai Shani
Tragodía
13. März – 15. Mai 2020


Bildcourtesy Tai Shani.

Tai Shani arbeitet in ihrer multidisziplinären, künstlerischen Praxis mit den Medien Skulptur, Installation, Performance, Bewegtbild, Text, gesprochenem Wort und virtueller Realität. Mit den Formen von Science- Fiction, Anthropologie, feministischer und queerer Theorie verzerrt Shani Tatsachen und Fiktion, imaginiert kulturelle Archetypen neu und interpretiert ihre Narrative mit Erotik, Gewalt und Fantasie. In ihrer neu beauftragten Arbeit Tragodía denkt sie über die Themen Verwandtschaft, Fürsorge, Sterblichkeit und Intimität nach und erkundet dabei die Frage, inwiefern Intimität ein Ort für radikale Transformation sein kann. Shani hat ein episches virtuelles Reality-Stück mit Sounddesign von Maxwell Sterling entwickelt, in dem wichtige persönliche und philosophische Ideen thematisiert werden. Shani verwendet dabei das narrative Mittel der virtuellen Realität und kombiniert dieses mit erlesenen skulpturalen Artefakten, die wie Requisiten über eine traumähnliche Landschaft gelegt sind. So untersucht die Künstlerin die Konstruktion von Subjektivität, familiäre Beziehungen und die Zentralität von Liebe und Tod in einer post-patriarchalen Realität.

Tai Shani (geboren 1976) ist eine in London lebende Künstlerin. Inspiriert von historischen Charakteren und Narrativen erschafft Shani dunkle utopische Welten und sucht nach Femininität, während sie darüber nachdenkt, was von der Geschichte der Femininität gerettet werden kann. 2019 gehörte sie zu den vier KünstlerInnen, denen der prestigeträchtige Turner Prize verliehen wurde. Shani hat ihre Arbeit weiträumig im United Kingdom und im Ausland präsentiert, zu ihren jüngsten Ausstellungen und Aufträgen gehören die Netwerk Aalst (2019), die Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (2019), die Biennale in Athen, (2018), die Nottingham Contemporary (2018), das Glasgow International (2018), Wysing Arts Centre (2017), die Tensta Konsthall, Stockholm (2016), die RADAR commission, Loughborough University (2016), die Serpentine Galleries (2016), die Tate Britain (2016), die Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2015), das Southbank Centre, London (2014–15), das Arnolfini, Bristol (2013), die Matt’s Gallery, London (2012), das FRAC Nord-Pas de Calais sowie das Loop Festival, Barcelona (2011), The Barbican, London (2011), ICA, London (2011). Shanis Ausstellung im Grazer Kunstverein stellt ihre erste Show in einer Institution in Österreich dar.

Tragodía Credits: Soundtrack: Maxwell Sterling. SynchronsprecherInnen: Geistkind: Maya Lubinsky, Großmutter Eve, Mutter, Tante: Eva Eklöf, Oedipuss die Katze: Dasha Loyko. VR Production: partyTime.jpeg (Adam James Sinclair, Mikhail Polshaw). Gesichtsperformance: Lotti V Closs.

Koproduktion mit den Temple Bar Gallery + Studios, Dublin, und Der Jindřich Chalupecký Society, Tschechien.