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Aspekte der Aneignung im Werk von Tom Burr

Autor:
Kristina Scepanski
Jahr:
2009
Textsorte:
Diplom-/Master-/Magisterarbeit

Abstract:

Der amerikanische Künstler Tom Burr (*1963) kreist in seinem Werk um den von ihm selbst entwickelten Begriff der re-architecture. Dieser bezeichnet die Veränderungen, denen spezifische öffentliche Orte durch ihre Benutzung unterworfen werden. Durch ihren Gebrauch wandeln sich öffentliche Orte und sind nicht mehr identisch mit ihrem ursprünglichen Entwurf – durch re-architecture werden „soziale Räume“ eröffnet. Im Besonderen verarbeitet Burr in seinen Installationen öffentliche Orte, die sich zu queeren Orten einer homosexuellen Subkultur entwickelt haben. Eine unplanmäßige Nutzung, die der eigentlichen Anlegung einer Architektur, eines Ortes oder einer Landschaft widerspricht, findet sich auch in der Arbeitsweise Burrs, wenn er sich beispielsweise der Formensprache der Minimal Art bedient, um etwa das Mobiliar
einer Schwulenbar oder eines Pornokinos nachzubilden. Von dieser Parallele zwischen formaler Herangehensweise und inhaltlicher Setzung ausgehend, soll im Rahmen dieser Arbeit insbesondere die Anwendbarkeit der Begriffe Aneignung und Ort/Ortsspezifität auf das OEuvre von Tom Burr untersucht werden. Ich möchte anregen, den von Burr beobachteten Prozess der re-architecture als Aneignung einer Architektur respektive eines Ortes wahrzunehmen, und ihn in dieser Eigenschaft in Bezug setzen zu der Anwendung aneignender Verfahren in seiner Kunstproduktion.



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Scepanski_TomBurr.pdf
Dateigröße: 4216 kB
Hinzugefügt am: 21.1.2010
  
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