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Der Grazer Kunstverein zieht in den Wald
Alma Heikkilä und Elisabeth von Samsonow
Mehr Infos demnächst.
(Wetzelsdorf)




Was wäre, wenn der Grazer Kunstverein in einen Wald ziehen würde? Was können wir von alten Bäumen und dem Boden unter unseren Füßen lernen? Die Künstlerinnen Alma Heikkilä und Elisabeth von Samsonow besitzen beide ein Waldstück das sie gekauft haben um den Baumbestand und den Boden dort zu erhalten. Für unsere Veranstaltung im Rahmen von Der Grazer Kunstverein zieht um! veranstalten wir eine Unterhaltung zwischen den beiden Künstlerinnen um über die Bedeutung von unberührtem Land und die Erhaltung von alten Bäumen zu diskutieren. Das Team des Grazer Kunstvereins wird eine Wanderung im Wald von Wetzelsdorf machen um unsere Sinne zu schärfen im Bezug auf die Beziehung zwischen Mensch, Kunst und Umwelt.

Alma Heikkilä (geb. 1984) lebt und arbeitet in Helsinki. Sie ist Gründungsmitglied von Mustarinda, einem multidisziplinären Kollektiv, das sich in den Wäldern mit uraltem Baumbestand im Norden Finnlands befindet. Das Kollektiv organisiert Residencies an der Schnittstelle zwischen Kunst und Ökologie. Heikkilä graduierte 2009 von der Finnischen Akademie für Bildende Kunst. Sie hat ihre Arbeit in Einzelausstellungen in Kiasma, Helsinki (2019), im Casco Art Institute, Rotterdam (2018), in der Gallery Ama, Helsinki (2017, 2013), und anderswo gezeigt. Sie hat an Biennalen in Fiskars, Finnland; Timisoara, Rumänien; Gwanju, Südkorea, teilgenommen. Ihr wurde der Ducat Prize der Finnish Art Society 2014 verliehen. Ihre Arbeit ist in den Kunstsammlungen von Kiasma und in der finnischen Nationalgalerie zu sehen.

Elisabeth von Samsonow (geb. 1956) ist eine deutsch-österreichische Künstlerin, Aktivistin und Philosophin. Sie ist Professorin für Philosophische und Historische Anthropologie an der Akademie der bildenden Künste, Wien, und Gründungsmitglied des Dissident Godesses’ Network, einem Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, der neue Herangehensweisen zu paläolithischen und neolithischen Frauenstatuetten aus Niederösterreich erforscht. Außerdem ist sie Mitgründerin von THE LAND OF THE GODDESSES, einem Projekt auf 4 Hektar Land, das dem Matriarchat, der Kunst und der Entwicklung von ökologischem Bewusstsein gewidmet ist.

In ihrer Arbeit als Künstlerin und Kuratorin konzentriert sie sich auf die systemische und symbolische Stellung von Skulptur und Plastik. Ihre künstlerische Praxis umfasst Skulptur, Performance, Malerei, Video und Installation. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Geschichte der Philosophie und der Religion, der Theorie eines kollektiven Bewusstseins, der Geschichte der Beziehung von Kunst und Technik, Religion und Psychoanalyse, der Geschichte der Wahrnehmung von Frauen und weiblicher Identifikation (Young Girl Studies), der Auflösung des Selbst in der Moderne und feministischer Ökologie.

Zu ihren neuesten Publikationen zählen Anti Electra. The Radical Totem of the Girl (Minnesota University Press, Minessota 2019), The Goddesses Books (Herausgeberin von 4 Ausgaben, Verlag für Moderne Kunst, Wien 2019–2020), Epidemic Subjects – Radical Ontology (Diaphanes, Zürich/Berlin, 2017) und Egon Schiele als Sammler (Bibliothek der Provinz, 2016). Sie zeigte ihre Arbeit und Projekte in Einzelausstellungen im Naturkundemuseum, Wien (2020), in der Dominikanerkirche in Krems (2016) und im MuseumsQartier, Wien (2015). Sie performte unter anderem bei der Biennale di Venezia (2019), der Solyanka Nationalgalerie Moskau (2017), dem Museum für angewandte Kunst, Wien (2016) und dem Kunstraum Niederösterreich, Wien (2016). Von Samsonow nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil, kürzlich im Kunstverein Kärnten (2020), im Leopoldmuseum, Wien (2018) und in der Kunsthalle Tirol (2018). Ihre künstlerischen Arbeiten befinden sich in Sammlungen wie jener des Belvedere Museums, Wien, des Bundeskanzleramtes Österreich, der Stadt Wien und des Landes Niederösterreich.