Anlässlich von RHYTHM, CITIZEN, der Einzelausstellung von Maria Toumazou, präsentieren x.ypno & steliosilchuk EXHAUST, ein 10-Track-Album, das 2021 von Moneda veröffentlicht wird. Das Album vermischt Trap- und Garagenmusik mit ausgeprägten zypriotischen Motiven und bekennt sich zu jugendlichen Gefühlen der Entwurzelung und Trennung. Das Album durchstreift die Landschaften Zyperns und wird „von der Windschutzscheibe eines Autos umrahmt, das durch die zypriotische Landschaft fährt: von den felsigen Berghängen im Wald von Paphos durch den Tunnel bis hin zum Kreisverkehr in der Altstadt von Nikosia. […] Wie die Felge eines Autos auf dem Asphalt der Autobahn, wenn es den fünften Gang einlegt und an den in den Felsen verwurzelten Zyklamen vorbeifährt, die ihrerseits nicht anders können, als die Abgase einzuatmen und sie in Sauerstoff umzuwandeln.“

Das Konzert findet im CAFÉ WOLF, Annenstraße 18, statt.

Tasos Lamnisos / x.ypno (geb. 1998, Zypern) ist ein in Nikosia lebender Musiker, Schriftsteller und Politikwissenschaftler. Er ist Mitglied von NYX, einem in Nikosia ansässigen DIY-Kollektiv für elektronische Musik, und XMK, einer vierköpfigen Rap-Gruppe. Als Produzent und Singer-Songwriter beschäftigt er sich mit der Frage der Sehnsucht, wobei sein Schwerpunkt auf den Themen Trennung, Entwurzelung und soziale Ausgrenzung liegt. Im Jahr 2021 schloss er seinen MSc in Politikwissenschaft: Nationalismus, ethnische Konflikte und Entwicklung ab. Er ist der Autor von Hyphenated Identities: Voices from the Watchtower During the Cypriot Civil War, Cambridge University Press, 2022.

Stelios Ilchuk (geb. 1993, Zypern) ist ein in Paphos lebender, bildender Künstler und Musikproduzent. Da er in London gelebt hat, hat die britische Musikszene einen großen Einfluss auf sein musikalisches Schaffen, das sich durch eine intuitive Art des Musikmachens auf kleine Melodien und schwere Basslinien konzentriert. Seine kürzliche Rückkehr nach Zypern war der Auslöser für eine Erkundung der dortigen Musikszene und einen musikalischen Ausdruck der Erleichterung, aber auch der Kämpfe, wieder zu Hause zu sein, während er gleichzeitig lokale und globale musikalische Einflüsse verarbeitet.

steliosilchuk / x.ypno, ΕΞΩΣΤ, 2021.

Im Rahmen der Eröffnung von we sat rigid except for the parts of our bodies that were needed for production von Sandra Lahire und Celeste Burlina präsentiert die deutsche Künstlerin Rosa Anschütz Soft Resource, ein performatives Konzert. Inspiriert von Lahires Experimentalfilmen schöpft Anschütz aus ihrem musikalischen und lyrischen Archiv und fügt dessen Elemente zu einer einmaligen Klangreise neu zusammen.

Rosa Anschütz (geb. 1997, Deutschland; lebt in Berlin und Wien) ist Künstlerin, Komponistin und Sängerin. Sie arbeitet mit verschiedenen Medien und erforscht die Beziehung zwischen Klang, Objekt, Szenografie, Fotografie und Film, während sie Collagen innerhalb und außerhalb ihrer Musik schafft. Als Performerin bettet Anschütz ihre verhallte Stimme – die zwischen Gesang und gesprochenen Worten oszilliert – in fein konstruierte Klangkompositionen ein, die sich aus Gitarre, Bass, Drum Machine und modularen Synthesizern speisen. Ihr Debütalbum Rigid erschien 2019 bei Quiet Love Records, und bald darauf folgte Votive, ihr erstes Album in voller Länge. Im Mai 2022 wird sie ihr zweites Album Goldener Strom auf dem Berliner Label B-Pitch Control veröffentlichen.

Rosa Anschütz. Foto: Grzegorz Jasina.
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