grazerkunstverein

(Ausstellung)

Curtis Cuffie’s New York City

Curtis Cuffie

06/04 - 01/06/2024, Eröffnung 05/04, 18:00

Curtis Cuffie’s New York City ist eine Ausstellung von Fotografien der öffentlichen Kunst von Curtis Cuffie. 

Curtis Cuffie war bis zu seinem Tod im Jahr 2002 im Alter von siebenundvierzig Jahren eine öffentliche Figur im East Village. Bis zu seinem Lebensende veröffentlichte  Cuffie Hunderte, vielleicht Tausende von mysteriösen, unwahrscheinlichen Kunstwerken in den Straßen von New York. Dazu fischte er aus den Überresten der Stadt und kleidete sie in tobende Assemblagen aus weggeworfenen Gegenständen, Stoffen und gewöhnlichen Dingen, die von dem erzählen, was wir sind. Diese Arbeiten hatten kaum ein Ende: Dinge kamen und gingen, Materialien wurden angepasst und verändert, und regelmäßig wurden Werke von der Straßenreinigung und der Polizei zerstört. Wenig davon hat überlebt. Folglich ist die Betrachtung von Cuffies Skulpturen heute in der Regel eine Begegnung aus zweiter Hand, gefiltert durch die Perspektiven derjenigen, die sie fotografiert haben, seien es Freund*innen oder Geliebte, Künstler*innen oder unbekannte Passant*innen. 

Curtis Cuffie’s New York City präsentiert die Kunst von Curtis Cuffie, wie sie von Katy Abel, Tom Warren und Cuffie selbst fotografiert wurde. Die Ausstellung umfasst etwa siebenhundert Fotografien aus den 1990er Jahren und wird durch eine Reihe von analogen Diaprojektoren zum Leben erweckt, die drei verschiedene Bildsprachen präsentieren: Abels Verwendung leuchtender Farben, Warrens nüchterne, fast reportageartige Schwarz-Weiß-Bilder und Cuffies eigene dynamische, abstrakte und manchmal zerrüttete Fotokompositionen. Diese Bilder, die auftauchen und wieder verschwinden, erzeugen ein spürbares Gefühl von Bewegung und Vergänglichkeit, das dem Wesen von Cuffies Kunst und der Stadt entspricht, in der sie sich befand.

Zu Curtis Cuffie’s New York City erscheint eine gleichnamige Publikation mit einer Auswahl von Cuffies Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien, herausgegeben von Tom Engels und gestaltet von Julie Peeters. 

Curtis Cuffie’s New York City wird von Tom Engels in Zusammenarbeit mit Robert Snowden kuratiert. Die Ausstellung wird durch die unschätzbare Unterstützung von Carol Thompson ermöglicht, die das Archiv von Curtis Cuffie pflegt, zusammen mit den großzügigen Beiträgen von Katy Abel und Tom Warren.

CURTIS CUFFIE (1955-2002) war ein Künstler, der im East Village von New York City lebte. Er stammte ursprünglich aus Hartsville, South Carolina, zog mit fünfzehn Jahren nach Brooklyn und ließ sich schließlich in Manhattan nieder, zunächst in der Nähe des Bryant Park und später in der Bowery, wo er über weite Strecken seines Lebens wohnungslos lebte. Artforum, The New York Times und The Village Voice berichteten über seine Arbeit und er hatte Einzelausstellungen im Flamingo East, Tribes und in der 4th Street Photo Gallery, alle in New York. Im Laufe seines Lebens war Cuffie in fast einem Dutzend Gruppenausstellungen in den USA vertreten, unter anderem bei Exit Art, American Primitive und im Jamaica Art Center in New York sowie im American Visionary Art Museum in Baltimore. Cuffie war Teil eines dynamischen Kreises von Künstler*innen und Intellektuellen und besaß somit einen wesentlichen Platz in der schwarzen Avantgarde New Yorks. Kürzlich wurde sein Werk in Ausstellungen in ganz New York City präsentiert, darunter Souls Grown Diaspora (2020) im Apexart, kuratiert von Sam Gordon; Greater New York (2021) im MoMA PS1, kuratiert von Ruba Katrib; und Curtis Cuffie (2023) in der Galerie Buchholz, kuratiert von Scott Portnoy. Darüber hinaus veröffentlichte Blank Forms 2023 Curtis Cuffie, ein von Scott Portnoy, Robert Snowden und Ciarán Finlayson herausgegebenes und von Julie Peeters gestaltetes Buch.

01Katy Abel, ohne Titel, ca. 1994-1996. Farbfotografie. Mit freundlicher Genehmigung von Katy Abel und der Galerie Buchholz.

01

Bilder

Ausstellungsansichten

  • EN
  • DE